ON/OFF - Situationskarten zum Thema Energie und Bewegung
20.08.2025

  
Mit den Situationskarten «ON/OFF» erleben Schülerinnen und Schüler, wie eng Energieverbrauch und Umwelt zusammenhängen. Das Lernspiel ist das Produkt einer Zusammenarbeit von éduaction21 und dem Ökozentrum. Die Geschäftsführerin Linda Jucker verrät, welche Rückmeldungen aus der Schule besonders wertvoll waren.   

Wie entstand die Idee der Situationskarten ON/OFF, die Sie gemeinsam mit éducation21 erarbeitet haben, und wie lief die Zusammenarbeit ab?

éducation21 wollte die Zusammenarbeit mit ausserschulischen Akteuren stärken und lancierte dafür ein Pilotprojekt. Im Rahmen dessen wurden Mandate vergeben, um Themendossiers zu aktualisieren und Unterrichtsmaterialien zu entwickeln. Wir sind seit über 20 Jahren als ausserschulischer Akteur mit Bildungsangeboten nach dem BNE-Ansatz aktiv – mit klaren Schwerpunkten auf Energie, Klima und Ressourcen. Deshalb haben wir uns für das Mandat im Themenfeld Energie beworben und den Zuschlag erhalten, gemeinsam mit éducation21 die Situationskarten ON/OFF zu entwickeln. Nach einem Kick-off-Meeting mit der Projektverantwortlichen, in dem Auftrag und Co-Produktionsprozess geklärt wurden, sind wir direkt in die inhaltliche Arbeit eingestiegen. Wir haben die Inhalte erarbeitet, éducation21 hat sie geprüft, und in engem Austausch entstand Schritt für Schritt das fertige Produkt. Anschliessend testeten wir die Karten in einer Schulklasse, werteten die Rückmeldungen aus und finalisierten das Material.

Welche Vorteile bietet ein solches Angebot den Schulen und Lehrpersonen, aber auch Ihnen als ausserschulischen Akteur?

Die Karten stehen Lehrpersonen kostenlos zum Download zur Verfügung. Mit dem Begleitdossier können sie sich gezielt vorbereiten und die Karten flexibel im Unterricht einsetzen – zu Beginn oder zum Abschluss einer Unterrichtsreihe oder einfach dann, wenn es passt.

Für uns war die Arbeit mit dieser Methode besonders spannend: Sie lässt sich auf viele Themen übertragen und eröffnet eine Fülle von Möglichkeiten, um Energie aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten. Die alltagsnahen Fragen regen zum Nachdenken an, und wir können die Karten unseren Kund/innen – also Schulen, Schulleitungen und Lehrpersonen – als wertvolle Ergänzung zu ihren bisherigen Unterrichtsmaterialien empfehlen.

Sie haben die Situationskarten in der Entwicklungsphase mit Schülerinnen und Schülern und ihren Lehrpersonen getestet. Was waren die wichtigsten Erkenntnisse und gab es überraschende Rückmeldungen?

Die Begeisterung und das Engagement der 5. Klässler/innen haben uns richtig gefreut. Sie haben sich gegenseitig unterstützt und fanden das sokratische Lernen über Fragestellungen spannend – die Diskussionen waren lebhaft und tiefgehend. Ein echtes Aha-Erlebnis für uns war die Bedeutung einer präzisen und zielgruppengerechten Wortwahl. Ein Beispiel: In einer Frage hatten wir das Wort «Alternative» verwendet («Welche Alternativen zu Rindfleischburgern kennst du»). Viele Kinder kannten den Begriff nicht und konnten die Frage deshalb nicht beantworten. Solche Rückmeldungen waren sehr wertvoll, um die Formulierungen anzupassen. Insgesamt hat das Testing unser Konzept bestätigt – nur wenige kleine Änderungen waren nötig, um die Karten in ihrer jetzigen Form fertigzustellen.

Situationskarten « ON/OFF »
 

Situationskarten ON/OFF

Schulstufe: Zyklus 2
Typ:  Lernspiel mit Schüler/innen-Materialien

Mit den Situationskarten «ON/OFF» entdecken Schülerinnen und Schüler den Zusammenhang zwischen Energieverbrauch und Umwelt. Aus unterschiedlichen Perspektiven analysieren sie vertraute Alltagssituationen, erkennen Wirkungszusammenhänge und entwickeln konkrete Ideen für ein ressourcenschonenderes, nachhaltiges Handeln im Alltag.

Situationskarten

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