Biblio-Weekend PH Zürich: Nachhaltigkeit spielerisch verstehen
30.03.2026

Lucia reinert

Themen der Nachhaltigkeit sind komplex – Spiele können helfen, sie verständlich zu machen. Genau darum ging es im Workshop des Biblio-Weekends an der PH Zürich.

Der Einstieg gelang niederschwellig und mit viel Spielfreude: Beim SDG-Bingo markierten die Teilnehmenden Ziele aus dem Kreis der 17 Sustainable Development Goals. Wer vier Felder in einer Reihe hatte, gewann – und setzte sich ganz nebenbei bereits mit zentralen Aspekten nachhaltiger Entwicklung auseinander.

Im anschliessenden Theorieinput wurde deutlich, welches Potenzial Spiele für die Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) entfalten können. Sie helfen dabei, komplexe Zusammenhänge anschaulich zu machen, und fördern zugleich Kompetenzen wie kritisches Denken, Perspektivenwechsel und verantwortungsbewusstes Handeln.

Wie wirksam dieser Zugang sein kann, zeigte sich besonders eindrücklich im Fischteich-Spiel. Alle Teilnehmenden schlüpften in die Rolle von Fischern, die aus demselben Teich schöpfen. Das Ziel: möglichst viele Fische fangen, ohne die gemeinsame Ressource zu erschöpfen. Schnell wurde sichtbar, wie stark kurzfristige Eigeninteressen mit nachhaltigem Handeln in Konflikt geraten können. Das Spiel machte das sogenannte Allmende-Dilemma unmittelbar erlebbar und bot reichlich Stoff für Diskussionen.

Zum Abschluss erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Angebote von éducation21 und setzten sich praktisch mit ausgewählten Spielen aus unserem Katalog sowie aus dem Bibliotheksbestand der PH Zürich auseinander.

So nahm die Gruppe am Ende nicht nur konkrete Ideen für den eigenen Einsatz von Spielen mit, sondern auch ein geschärftes Verständnis dafür, welche Kriterien ein Spiel erfüllen sollte, um im Kontext der BNE wirkungsvoll eingesetzt werden zu können.

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Fokus: Spiel

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